Events in Österreich: sortiert nach Bundesländern
Das österreichische Veranstaltungsjahr folgt einem recht stabilen Rhythmus. Wer ihn einmal kennt, findet leichter, was zum eigenen Geschmack passt, und muss nicht jedes Jahr von vorne suchen.
Ein Jahr, vier Schwerpunkte
Die Dichte ist im Sommer am höchsten. An manchen Wochenenden im Juli und August konkurrieren mehrere große Veranstaltungen direkt miteinander, was sich auf Preise und Unterkünfte auswirkt.
Schulferien verschieben die Besucherzahlen spürbar. In den Sommerferien sind Familienveranstaltungen voller, in den Semesterferien die Wintersportorte.
Die Freiluftsaison von Juni bis September
Kleinere Open Airs finden häufig auf Sportplätzen oder Festwiesen am Ortsrand statt. Der Aufwand ist geringer, die Stimmung dafür oft persönlicher als bei den großen Namen.
Dazu kommen dutzende kleinere Open Airs, die oft nur regional beworben werden. Sie sind günstiger, weniger überlaufen und für viele die bessere Wahl.
Traditionelle Feste im Jahreslauf
Erntedankfeste laufen im Herbst in praktisch jeder Gemeinde. Sie sind klein, kostenlos und geben einen ehrlicheren Eindruck vom Landleben als jede größere Veranstaltung. Wer vergleichen möchte, wird dort fündig.
Geschmückt wird das Vieh nur, wenn die Almsaison ohne Unglück verlaufen ist. Dieses Detail wird von Besuchern oft übersehen und erklärt, warum manche Abtriebe schlicht ausfallen.
Was sportlich im Kalender steht
Bei Wintersportveranstaltungen ist warme Kleidung wichtiger, als die meisten erwarten. Man steht dort oft stundenlang, ohne sich bewegen zu können. Mehr Themen dieser Art stehen dort.
Das Hahnenkammrennen in Kitzbühel im Jänner ist der bekannteste Wintersporttermin des Landes. Die Streif zieht jedes Jahr ein sehr großes Publikum an, entsprechend früh sind Unterkünfte ausgebucht.
| Jänner | Ballsaison, Skirennen | hoch in den Wintersportorten |
| Mai | Stadt- und Frühlingsfeste | moderat |
| August | Festivals und Festspiele | am höchsten |
| November | ruhigster Monat | gering |
Womit man rechnen sollte
Bei großen Festivals kommen Verpflegungskosten vor Ort dazu. Die Preise am Gelände liegen deutlich über dem üblichen Niveau, was bei mehreren Tagen spürbar wird.
Kostenlose Veranstaltungen sind eine echte Alternative. Stadtfeste, Erntedankfeste und viele Adventmärkte verlangen keinen Eintritt.
Essen und Trinken bei Veranstaltungen
Auf größeren Festivals hat sich die Verpflegung stark verändert. Neben klassischen Ständen finden sich inzwischen Foodtrucks mit vegetarischem und veganem Angebot.
Kürbis, Apfel und Kastanie füllen die Herbstkalender. In der Steiermark kommt das Kürbiskernöl als eigenes Thema dazu.
- Termin und Programm auf der offiziellen Seite gegenprüfen
- Unterkunft früh buchen oder weiter außerhalb suchen
- Rückfahrplan vor der Anreise ansehen
- Regenschutz auch im Hochsommer einpacken
Bauernmärkte, Flohmärkte und Kunsthandwerk
Kunsthandwerksmärkte sind saisonal und häufig an Ortsjubiläen oder Feiertage gekoppelt. Die Qualität schwankt, die Preise ebenso.
Der Brunnenmarkt in Wien-Ottakring zählt zu den größten Straßenmärkten Europas und läuft von Montag bis Samstag. Der Charakter unterscheidet sich stark vom touristisch geprägten Naschmarkt.
Was wo stattfindet
Oberösterreich verbindet Industriekultur mit Musik, das Ars Electronica Festival in Linz ist dafür das bekannteste Beispiel und findet im September statt.
Salzburg lebt kulturell stark vom Sommer, Tirol und Vorarlberg vom Winter. Wer antizyklisch reist, findet in beiden Fällen ruhigere Bedingungen und günstigere Unterkünfte.
Wer außerhalb der Hauptsaison reist, zahlt bei Unterkünften teils die Hälfte. Für Städtereisen ist November der günstigste Monat.
Die großen Sommerfestspiele
Die Bregenzer Festspiele sind vor allem für die Seebühne am Bodensee bekannt. Die Bühnenbilder dort sind aufwendig und werden über zwei Spielzeiten hinweg genutzt.
Die Salzburger Festspiele laufen traditionell von Ende Juli bis Ende August und verbinden Oper, Schauspiel und Konzert. Sie prägen das Stadtbild in dieser Zeit spürbar.
Advent, Christkindlmärkte und Ballsaison
Der Pfandbecher ist fast überall Standard. Wer ihn zurückgibt, bekommt den Einsatz retour, was bei mehreren Ständen ins Gewicht fällt.
Die Christkindlmärkte öffnen üblicherweise in der zweiten Novemberhälfte und laufen bis kurz vor Weihnachten. Allein in Wien gibt es über ein Dutzend davon, mit sehr unterschiedlichem Charakter.
Veranstaltungen für Familien
Almfeste und Brauchtumsveranstaltungen sind für Kinder oft interessanter als für Erwachsene, weil dort Tiere, Handwerk und Musik zusammenkommen.
Adventmärkte haben oft eigene Bereiche für Kinder, von Ponyreiten bis Bastelstationen. Diese Angebote laufen nachmittags und enden früher als der übrige Markt.
Unterkunft rechtzeitig klären
Unterkünfte in der Umgebung großer Veranstaltungen sind früh ausgebucht und teuer. Wer 20 oder 30 Kilometer weiter sucht, zahlt deutlich weniger.
Bei Festivals außerhalb der Städte fahren oft eigene Shuttlebusse vom nächsten Bahnhof. Diese Verbindungen stehen auf der Veranstaltungsseite und nicht im regulären Fahrplan.
Ostermärkte laufen in den zwei Wochen vor dem Fest und sind deutlich kleiner als die Adventmärkte, dafür auch weniger überlaufen.
Was der Vorverkauf bringt
Ermäßigungen gibt es häufiger als gedacht, für Studierende, Senioren und Familien. Sie werden selten aktiv beworben und stehen meist im Kleingedruckten der Ticketseite.
Bei mehrtägigen Festivals lohnt der Vergleich zwischen Tagesticket und Gesamtpass. Ab zwei Tagen ist der Pass in den meisten Fällen günstiger.
Fragen aus der Praxis
Wann ist es am ruhigsten?
Im November. Wer Kulturprogramm ohne Andrang sucht, findet in diesem Monat die besten Bedingungen und die günstigsten Unterkünfte.
Was ist ein Almabtrieb?
Die Rückkehr des Viehs von den Almen ins Tal im September und Oktober. Geschmückt wird nur, wenn die Almsaison ohne Unglück verlaufen ist.
Gibt es Ermäßigungen?
Häufiger als gedacht, für Studierende, Senioren und Familien. Sie stehen meist im Kleingedruckten der jeweiligen Ticketseite.
Dieser Überblick ersetzt keine Terminrecherche. Kurzfristige Änderungen und Absagen kommen besonders bei Freiluftveranstaltungen vor.